Qigong-Kurse in Karlsruhe

Qigong und Stressbewältigung


Das östliche Konzept von Yin und Yang

Qigong wird heute in China vor allem in der Gesundheitsprävention eingesetzt. Auch bei uns findet Qigong in der Prävention und zur Stressbewältigung immer mehr Anwendungsbereiche. Die ruhigen, harmonisierenden Übungen in Verbindung mit sanften Atemsequenzen und wohltuenden Vorstellungsbildern beim Üben können zu einer deutlich spürbaren Stressreduktion führen.


Im ganzen Spektrum der Stressstörungen von leichter Nervosität über starke Unruhe und Schlafstörungen bis hin zu Anzeichen von Burnout können wir mit regelmäßigen Übungen in Bewegung und Ruhe eine Entspannungsreaktion anstoßen und zur Beruhigung und Erholung beitragen.


Das Lebensprinzip Qi zu erhalten, zu nähren und in harmonischen Fluss zu bringen, erreichen wir durch Gong, das Üben. Auch arbeiten wir ganz allgemein gesprochen auf eine Ausgewogenheit von Yin und Yang hin. Unter besonderer Berücksichtigung des "nährenden" Yangsheng-Aspekts betonen wir allerdings bei unseren Übungen etwas mehr das Yin: die Energieaufnahme (Yin) hat Vorrang vor dem Energieverbrauch (Yang). So können neue Kräfte gesammelt und die Regeneration gefördert werden.


Das westliche Konzept des Parasympathicus und Sympathicus

Aus Sicht der westlichen Medizin könnte man viele stressbedingte Erkrankungen als Folge einer Dysbalance zwischen den beiden Nervensträngen Parasympathicus und Sympathicus beschreiben. Während der erstere eher gemütlich unterwegs ist und ganz allgemein Erregungsniveaus reduziert und im Körper für Entspannung sorgt, treibt uns der Sympathicus an, sorgt für Spannung und Aufregung und dafür, dass wir in dieser schnelllebigen Zeit mithalten können.


War der Sympathicus in früheren Zeiten beispielsweise durch den Säbelzahntiger oder andere Bedrohungen gefordert, so muss er uns heute durch die Komplexität, die Leistungsanforderungen und die Hyperaktivität eines modernen Lebens navigieren, das uns wenig Gelegenheit zum Ausruhen und Entspannen lässt. Und genau hierfür benötigen wir den oftmals eher wenig beanspruchten Parasympathicus - um in ein besseres Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Aktivität und Ruhe zu kommen. Regelmäßig ausgeführte Qigongübungen können uns hierbei begleiten und hilfreich sein. So führen tiefes Atmen und der gleichmäßige Bewegungsrythmus nachgewiesenermaßen zu einer Reduktion des Blutdrucks. Der Parasympathicus stellt Körper und Geist auf Entspannung um.


Drittes Unterkapitel: "Der Einfluss von Qigong-Übungen auf Herz und Kreislauf" - demnächst hier nachzulesen.